Worum geht es in der „Angewandten Mineralogie“?

 

Mineralogie wird allgemein oft als die "Materialwissenschaft der Geowissenschaften" bezeichnet und in dieser Hinsicht ist die gesamte Mineralogie eigentlich immer eine stofflich orientierte, angewandte Wissenschaft. In der Regel meint der Begriff "angewandte Mineralogie" aber die Erforschung ökonomisch oder ökologisch bedeutsamer Stoffe aus der Sicht der Mineralogie.

Aus der Tradition der Mineralogie als Lehre der natürlichen, anorganischen Feststoffe hat sich die angewandte Mineralogie heute zu einem Fachgebiet entwickelt, welches sich vornehmlich mit der Herstellung und den Eigenschaften nichtmetallisch-anorganischer Werkstoffe beschäftigt.

 

 

Mit welchen Fragestellungen befassen wir uns?

 

Unsere Forschungsarbeit ist breit gefächert und umfasst sowohl grundlegende Aspekte der Materialwissenschaft, wie die Bestimmung der Stabilität von Phasen als Funktion von Druck, Temperatur und Zusammensetzung, als auch anwendungsspezifische Fragestellungen wie die Korrosion von Hitzeschutzkacheln beim atmosphärischen Wiedereintritt von Raumkapseln.

Die untersuchten Materialien umfassen dabei das volle Spektrum der anorganischen Werkstoffe, von Natursteinen und Bindemitteln über monolithische Keramiken bis hin zu Einkristallen und modernen Kompositwerkstoffen.

 

 

Mit welchen Methoden arbeiten wir?

 

In der angewandten Mineralogie kommt die volle Bandbreite der chemisch-physikalischen Analytik zum Einsatz. Unsere umfangreiche Laborausstattung deckt dabei von der Element- und Strukturanalyse bis zur mechanischen und thermischen Charakterisierung unter Anwendungsbedingungen nahezu alle Bereiche ab. Da unsere Fragestellungen jedoch immer wieder neue Test- und Messmethoden erfordern, stehen wir in engem Kontakt zu Entwicklern und Herstellern um die Grenzen des machbaren weiter hinaus zu schieben.

Kontakt

 

Angewandte Mineralogie

 

 

Prof. Dr. Klaus G. Nickel

 

Publikationsliste bei researchGate

 

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